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Die Praktische Ausbildung

Die Ausbildung wird durch unsere ehrenamtlich tätigen Segelfluglehrer durchgeführt, Der Flugschüler nimmt von Anfang an auf dem Pilotensitz (vorne) platz, der Fluglehrer fliegt vom hinteren Pilotensitz aus . Der Gesetzgeber fordert 25 Flugstunden (bei 60 Starts) auf Segelflugzeugen, davon mindestens 15 Stunden (20 Starts) im Alleinflug. Durch unsere sehr ausführliche Ausbildung fliegt ein Schüler in der Regel ca. 50 Stunden bis zum Scheinerhalt.

Die Ausbildung gliedert sich in drei Teile: 

Der erste Abschnitt beinhaltet das Erlernen der Grundtechniken des Segelfliegens, wie Starten, Kurvenflüge und Landen. Dieser Ausbildungsabschnitt erfolgt in einem doppelsitzigen Segelflugzeug. Er endet mit der sogenannten A-Prüfung, den ersten drei Alleinflügen. Hierbei wird zum ersten Mal das Flugzeug ohne Fluglehrer geflogen.

Im zweiten Abschnitt werden die Grundtechniken im Alleinflug geübt, und es wird auf Einsitzer umgeschult. Auf die sogenannte B-Prüfung folgt die C-Prüfung. Bei diesen Prüfungen muss der Flugschüler zeigen, dass er auch ohne Fluglehrer mit einem Einsitzer bestimmte Aufgaben im Flug erfüllen kann. Mit der bestandenen C-Prüfung endet der zweite Ausbildungsabschnitt. 

Der dritte und letzte Abschnitt der Ausbildung befasst sich mit der Vorbereitung des thermischen Segelfliegens und vor allem der Ausbildung im Überlandflug. Es werden zunächst Überlandflüge mit Fluglehrern durchgeführt, bei denen der Flugschüler praktische Erfahrung in der Navigation mittels Luftfahrerkarte sammelt und lernt, die Wettersituation richtig einzuschätzen. 

Nach der theoretischen Prüfung (welche die Themengebiete Meteorologie, Navigation, Technik, Aerodynamik, Luftrecht, Verhalten in besonderen Fällen und Menschliches Leistungsvermögen umfasst) darf der Schüler Streckenflüge alleine durchführen. Mit einem Streckenflug über mindestens 50 km wird die Praktische Ausbildung abgeschlossen. Seit 2001 darf der 50 km Überlandflug allein durch einen Streckenflug mit Fluglehrer über 100 km ersetzt werden. Der Flug ist mittels Logger oder Barographen zu dokumentieren. Eine Bestätigung durch zwei Zeugen und den Fluglehrer reicht aber aus. 

Nach dem erfolgreichen Überlandflug kann die praktische Prüfung abgelegt werden. Nun ist die Ausbildung beendet und der Flugschüler ist im Besitz eines Segelflugscheins nach JAR-FCL, dem GPL (Glider Pilot Licence), der 2003 den PPL mit dem Beiblatt C ablöste.