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Allgemeines

Lautlos wie ein Vogel durch die Luft gleiten

Segelfliegen ist das unbeschreibliche Gefühl von unsichtbarer Hand (dem Aufwind) nach oben getragen zu werden, die gewonnene Höhe dann in Strecke umzusetzen und am Abend dann hunderte Kilometer mit reiner "Sonnenenergie" zurückgelegt zu haben.

Moderne Segelflugzeuge sind Leistungssportgeräte. Die Segelflugzeuge des Aeroclub Göppingen ‚Salach sind alle aus modernen Kohle- und Glasfaser- Verbundwerkstoffen hergestellt (mit Ausnahme des Traditionsflugzeuges Ka 6). Die Cockpits sind mit modernster Technik ausgestattet. Fahrt- und Höhenmesser, Funkgerät, Flugcomputer und Flugdatenrekorder zum sportlichen Vergleich gehören ebenso zur Ausrüstung wie Satelliten-Navigationssystem und Kollisionswarngeräte.

Ausbildung Während eines Segelflug-Schnupperkurses oder eines Passagierfluges kann man beim Aeroclub Göppingen Salach die Faszination des Segelfliegens kennenlernen.

Im modernen zweisitzigen Flugzeug beginnt auch die Ausbildung. Die Segelflugzeuge werden von einem Schleppflugzeug oder der Startwinde in die Luft gebracht. Unter Anleitung eines Fluglehrers übernimmt der Schüler nach und nach die Aufgaben des Piloten, bis er alle wichtigen Flugmanöver sicher beherrscht. Das nächste Lernziel nach dem ersten Alleinflug ist es, Aufwinde optimal zu nutzen und längere Flüge durchzuführen. Die Außenlandung, also eine Landung außerhalb eines Flugplatzes, ist für Segelflieger ein normales Ereignis und ebenfalls Bestandteil der Ausbildung.

Die Segelflugausbildung dauert in der Regel ca. 50 Flugstunden

Mit unserer Segelflug-Ausbildungspauschale bieten wir Ihnen einen optimalen Einstieg zum Segelfliegen

Nach der Ausbildung beginnt der eigentliche Reiz des Segelfliegens: Das Überlandfliegen

An guten Thermiktagen werden von unserem Flugplatz Gruibingen Nortel aus Strecken zwischen 300 und 900 km zurückgelegt. Ziel ist es eine möglichst große Strecke zurückzulegen und abends den Flugplatz wieder zu erreichen.

Jeder sportlich engagierte Segelflieger kann sich selbst jederzeit eine Flugaufgabe stellen und die Aufzeichnung des Fluges per Internet einreichen. In der so genannten Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug werden die eingereichten Leistungen nach einem ausgeklügelten Punktesystem bewertet.

www.onlinecontest.org

Der Wettbewerbsrahmen ist aber nicht notwendig. Viele Segelflieger betreiben ihren Sport nicht, um sich mit anderen zu messen, sondern ganz einfach um das Fliegen an sich, das Wetter, die Landschaft, die gemeinsame Aktion, die Flugzeugtechnik zu erleben und zu genießen.

 

Sport Segelflugwettbewerbe sind Luftrennen. Ziel ist es dabei, unter optimaler Ausnutzung der meteorologischen Gegebenheiten so schnell wie möglich eine bestimmte Strecke zu durchfliegen. Die Aufgaben werden von der Wettbewerbsleitung je nach Wetterbedingungen ausgeschrieben, dabei sind Flüge über 400 km mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 100 km/h keine Seltenheit. Dokumentiert werden diese Flüge mit auf Satellitennavigation (GPS) gestützten Flugdatenrekordern („Logger“), die unter anderem Flughöhe und Flugweg aufzeichnen.

 

Was ist der Reiz des Segelfliegens ?

  • Segelfliegen ist die natürlichste Art des Fliegens.
  • Segelfliegen steht im Einklang mit der Natur.
  • Segelfliegen ist das perfekte Spiel mit den Winden und der Sonne.
  • Segelfliegen ist das unbeschreibliche Gefühl von unsichtbarer Hand (dem Aufwind) nach oben getragen zu werden, die gewonnene Höhe dann in Strecke umzusetzen und am Abend dann hunderte Kilometer mit reiner "Sonnenenergie" zurückgelegt zu haben.
  • Segelfliegen ist das Gefühl von absoluter Freiheit und Unabhängigkeit.
  • Segelfliegen ist ein Virus, wer "infiziert" ist wird ihn ein Leben lang nicht mehr los.

 


 

Die Theoretische Ausbildung

Der Flugschüler sollte an mindestens 60 Unterrichtseinheiten im Theorieunterricht teilnehmen. Unterrichtet werden die Fächer : 

  • Technik
  • Meteorologie
  • Luftrecht
  • Navigation
  • Verhalten in besonderen Fällen / Menschliches Leistungsvermögen 

Die Schulungen finden meist Samstags in unserem Vereinsheim in Salach statt. 


 

Die Praktische Ausbildung

Die Ausbildung wird durch unsere ehrenamtlich tätigen Segelfluglehrer durchgeführt, Der Flugschüler nimmt von Anfang an auf dem Pilotensitz (vorne) platz, der Fluglehrer fliegt vom hinteren Pilotensitz aus . Der Gesetzgeber fordert 25 Flugstunden (bei 60 Starts) auf Segelflugzeugen, davon mindestens 15 Stunden (20 Starts) im Alleinflug. Durch unsere sehr ausführliche Ausbildung fliegt ein Schüler in der Regel ca. 50 Stunden bis zum Scheinerhalt.

Die Ausbildung gliedert sich in drei Teile: 

Der erste Abschnitt beinhaltet das Erlernen der Grundtechniken des Segelfliegens, wie Starten, Kurvenflüge und Landen. Dieser Ausbildungsabschnitt erfolgt in einem doppelsitzigen Segelflugzeug. Er endet mit der sogenannten A-Prüfung, den ersten drei Alleinflügen. Hierbei wird zum ersten Mal das Flugzeug ohne Fluglehrer geflogen.

Im zweiten Abschnitt werden die Grundtechniken im Alleinflug geübt, und es wird auf Einsitzer umgeschult. Auf die sogenannte B-Prüfung folgt die C-Prüfung. Bei diesen Prüfungen muss der Flugschüler zeigen, dass er auch ohne Fluglehrer mit einem Einsitzer bestimmte Aufgaben im Flug erfüllen kann. Mit der bestandenen C-Prüfung endet der zweite Ausbildungsabschnitt. 

Der dritte und letzte Abschnitt der Ausbildung befasst sich mit der Vorbereitung des thermischen Segelfliegens und vor allem der Ausbildung im Überlandflug. Es werden zunächst Überlandflüge mit Fluglehrern durchgeführt, bei denen der Flugschüler praktische Erfahrung in der Navigation mittels Luftfahrerkarte sammelt und lernt, die Wettersituation richtig einzuschätzen. 

Nach der theoretischen Prüfung (welche die Themengebiete Meteorologie, Navigation, Technik, Aerodynamik, Luftrecht, Verhalten in besonderen Fällen und Menschliches Leistungsvermögen umfasst) darf der Schüler Streckenflüge alleine durchführen. Mit einem Streckenflug über mindestens 50 km wird die Praktische Ausbildung abgeschlossen. Seit 2001 darf der 50 km Überlandflug allein durch einen Streckenflug mit Fluglehrer über 100 km ersetzt werden. Der Flug ist mittels Logger oder Barographen zu dokumentieren. Eine Bestätigung durch zwei Zeugen und den Fluglehrer reicht aber aus. 

Nach dem erfolgreichen Überlandflug kann die praktische Prüfung abgelegt werden. Nun ist die Ausbildung beendet und der Flugschüler ist im Besitz eines Segelflugscheins nach JAR-FCL, dem GPL (Glider Pilot Licence), der 2003 den PPL mit dem Beiblatt C ablöste.