Schon über ein Jahr ist es nun her, dass ein Flug mich ins Ausland geführt hat. Zwar waren schon einige Flugrouten in SkyDemon von mir von A bis Z geplant gewesen, aber sowohl mangelnde Zeit als auch unpassendes Wetter haben mir immer und immer wieder einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Gottseidank kam dann der 13.10.2018: An diesem Tag war bestes Flugwetter angesagt, sowohl lokal als auch im benachbarten Frankreich! Bernd und ich hatten schon seit Längerem vor, endlich einmal eine längere Strecke zu fliegen. Und nun bot sich der Tag dazu hervorragend an.

Tags zuvor beschlossen wir, nach Bourg-en-Bresse (LFHS) zu fliegen: 

Für einen eintägigen Trip sehr gut erreichbar und ausgestattet mit einer Tankstelle (mit Total-Tankkarte) und einem Restaurant direkt am Platz. Das sollte alle unsere Bedürfnisse erfüllen, und so kontaktierte ich noch einmal den Flugplatz, ob morgen eine Landung für unsere D-MAAO möglich wäre, was auch direkt bejaht wurde.

Die Flugroute sah wie folgt aus:

flugstrecke

 

Einmal recht direkt über den Schwarzwald unter Vermeidung der Fallschirmspringer-Zone in Rottweil, dann ein „Durchtauchen“ unter dem Luftraum C des Flughafens Basel-Mulhouse und dann ziemlich genau an der Westflanke des Jura-Gebirges entlang bis nach Bourg-en-Bresse. Soweit, so gut…

Am nächsten Tag trafen wir uns morgens um halb neun auf dem Nortel, um dort alles vorzubereiten, den Flieger zu checken und den Kraftstoffvorrat zu ergänzen. Nachdem all das erledigt war, rief ich ein letztes Mal in LFHS an, die mir auch dieses Mal wieder bestätigten, dass eine Landung dort kein Problem sei. Im Anschluss sahen wir uns dann noch die NOTAMs und den Wetterbericht an, die aber beide keinerlei Besonderheiten für unseren Flug bereithielten. Also aktivierte ich unseren Flugplan für 9:30 Uhr, der darauffolgende Start war unspektakulär – den Hinweg übernahm Bernd auf dem Pilotensitz.

Bei bestem Wetter flogen wir unser erstes Leg, und hatten dabei Gelegenheit, unsere schwäbische Alb von oben zu bewundern:

 

Die Sichtweite betrug zu dieser Uhrzeit schon deutlich über 50 km, sollte sich aber im Laufe des Hinfluges noch signifikant verbessern.

So führte uns unser Weg langsam aber sicher in den Schwarzwald hinein:

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Nach weiteren 20 Minuten passierten wir in einiger Entfernung den mit 1.493 Metern höchsten Berg des Schwarzwalds, den Feldberg:

 

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Diesen ließen wir sprichwörtlich „links liegen“ und nach ein paar weiteren Kilometern war schon die Rheinebene in greifbarer Nähe. Um dort unter dem kontrollierten Luftraum des Euro-Airports in Basel „durchtauchen“ zu können, versetzten wir die D-MAAO in den Leerlauf und sanken so schnell es uns möglich war… es war trotz allem ein mulmiges Gefühl, links und rechts von sich noch die Berge deutlich höher aufragen zu sehen, als man selbst an Höhe hatte.

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Da wir leider keine Freigabe zum Durchflug des Luftraumes C in Mulhouse hatten, mussten wir leider tatsächlich sehr weit nach unten.

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In 1.000 ft AGL mussten wir über den Forêt de la Hardt fliegen, der eines der ausgedehntesten Waldgebiete Europas darstellt – und an der Stelle eine Breite von knappen 20 km aufwies. Gottseidank lief unser Rotax wie ein Uhrwerk…

 

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Wir durchflogen die sogenannte „Burgunder Pforte“, weiterhin in maximal 1.000 ft AGL, um den Luftraum über uns nicht zu verletzen. Dabei passierten wir den Flugplatz Mulhouse-Habsheim im Süden, dort war auch reger Verkehr zu verzeichnen, weshalb uns FIS aufforderte, die Frequenz ebenfalls abzuhören.

Danach kamen wir ins fliegerische „Niemandsland“: Bis auf den Flugplatz in Pontarlier befindet sich dort kein einziger Landeplatz, obwohl die Gegend dort teilweise an die Toskana erinnerte: Große Landparzellen mit Gutshäusern im mediterranen Stil laden dort zu einer näheren Begutachtung ein. Im Vorland des Jura ist alles relativ eben, wenn auch die Höhe mit 800 Metern schon fast Mittelgebirgscharakter hat. Seen und Flüsse durchziehen das ganze Gebiet schräg von Nord-Ost nach Süd-West. Alles in allem sehr schön anzusehen. Ein ständiger Begleiter war uns der Mont Blanc: Dieser war ab Rottweil bis zur Landung in Bourg-en-Bresse ständig klar und deutlich zu sehen.

Je weiter wir nach Süden kamen, umso mehr ähnelte die Gegend unserer schwäbischen Alb:

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Die Landung in Bourg-en-Bresse war völlig problemlos, trotz dessen, dass wir den Funk auf Französisch managen mussten – aber für uns alte „Abitur-Französisch-Hasen“ kein Problem ;-)

 

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Der Flugplatz in Bourg-en-Bresse ist direkt neben der Autobahn gelegen, daher war er mir durchaus bekannt – fuhren wir doch fast jedes Jahr an ihm vorbei auf unserem Weg in den Süden. Nun war es uns also endlich vergönnt, auch einmal dort zu landen. Nach knapp zweieinhalb Stunden und einer gekonnten Landung von Bernd konnten wir die Zodiac zum Parkplatz am Turm bewegen und dort parken.

 

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Das Wetter war nach wie vor perfekt, sodass wir – nachdem wir den Flugplan telefonisch geschlossen hatten – uns nach etwas zu Essen umsahen.

Das Restaurant am Platz ist klein aber fein, allerdings war von der relativ überschaubaren Karte schon fast die Hälfte ausverkauft, sodass Bernd und ich eine nicht allzugroße Auswahl hatten. Er entschied sich für einen Salat, ich selbst wählte – nach einer Nachfrage beim Kellner – ein Gratin mit Andouillette. Allerdings wusste ich über die Bestandteile der Andouillette erst nach Bestellung und Recherche im Internet Bescheid, sodass ich – glücklicherweise rechtzeitig – meine Bestellung auch noch zugunsten eines Salates abändern konnte.

Nach unserem Mittagessen war nun Tanken angesagt. Der Flugplatz verfügt über eine automatische Tankstelle über das TOTAL-Carnet, das ich auch mit eingepackt hatte. Somit war der Tankvorgang innerhalb von zehn Minuten abgeschlossen, und wir waren abflugbereit. Den Rückflug über dieselbe Route übernahm dann ich, und Bernd hatte die Möglichkeit, mit seiner GoPro wirklich schöne Bilder und Videos aufzunehmen:

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Das Panorama war mehr als beeindruckend, der Mont Blanc war uns wieder ein treuer Begleiter von Bourg-en-Bresse bis weit über Freiburg hinaus. Der Rückflug verlief komplett ereignislos, lediglich Langen Information war anscheinend nicht besetzt – was uns aber nicht daran hinderte, nach Flugplan bis nach Hause zu fliegen.

 

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Das Panorama war mehr als beeindruckend, der Mont Blanc war uns wieder ein treuer Begleiter von Bourg-en-Bresse bis weit über Freiburg hinaus. Der Rückflug verlief komplett ereignislos, lediglich Langen Information war anscheinend nicht besetzt – was uns aber nicht daran hinderte, nach Flugplan bis nach Hause zu fliegen.

 

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Kurz nach 17 Uhr landeten wir dann auf dem Nortel, mit einer wirklich wunderschönen Flugerfahrung im Gepäck.

 

Trip mit dem Doppeldecker „Kiebitz“ nach Budweis in Tschechien und anschließend nach Krems in Österreich.


Wir haben uns die Stadt Budweis wegen deren historischen Altstadt und des nahegelegenen Flugplatzes und der Übernachtungsmöglichkeit am Platz ausgesucht. Meinem Aufruf für die Reise sind 6 Kiebitz Doppeldeckerpiloten Piloten gefolgt. Wilfried aus Bremen, Michael aus Kassel, Burkhard aus Freiburg, Heinz vom Nortel, Fritz aus Jesenwang und Michael aus Fürstenfeld Öster.


Der erste Treffpunkt der Flieger aus dem Norden und Westen war Cham im bayrischen Wald. Ab ca. 11:00 wollten wir uns treffen. Wegen des heftigen südöstlichen Gegenwindes hatten vor allem die zwei Kiebitze aus Bremen und Kassel zu kämpfen. Um 14:00 waren schließlich 3 Flieger in Cham angekommen. der 4. aus Freiburg meldete über Whatsapp noch eine Flugstunde. Die Hilfsbereitschaft der Fliegerkollegen im Cham zum Tanken und Essen war einfach super gut. Nach kurzem Trip in die historische Stadt Cham, die gut auch zu Fuß vom Flugplatz zu erreichen ist, sind wir um ca. 16:30 nach Budweiss gestartet. Der am Platz Cham stationierte Kiebitz startete mit und begleitete uns ein Stück über Bad Kötzting zum großen Arber, den wir nördlich in ca. 1800 m passiert haben. Nach einer Flugzeit von 1:45 erreichten wir den Flugplatz Hosin nördlich von Budweis. Da die Landebahn von Hosin 06/24 Hartbelag/ Gras 800 m und der Wind aus Südost kam, musste bei Seitenwind gelandet werden. Alle 4 Flieger kamen wohlbehalten runter. Die örtlichen Fliegerkameraden warteten schon auf uns. Nach der herzlichen Begrüßung wurden uns die Zimmer in der vereinseigenen Pension übergeben. Von den dortigen Fliegerkameraden wurden wir später in die Stadt mitgenommen.
Budweiss ist die Hauptstadt der südböhmischen Region im Süden der Tschechischen Republik, in dem vor dem II Welt- Krieg etwa 40 % deutschsprachige Menschen lebten. Außerdem wird dort hervorragendes Bier gebraut. Die Altstadt wird geprägt durch einen etwa 150m x150 m großen Marktplatz in dessen Mitte der historische Samsonbrunnen steht. Unzählige kleine Baars, Bistros und Shops säumen den Platz. Wir fanden in der Nähe ein hervorragendes Restaurant mit Innenhof, wo wir die böhmische Küche und Budweiser Bier genießen konnten.
Am nächsten Morgen wurden wir schon frühzeitig vom Geräusch eines blubbernden Sternmotors geweckt. Aufstehen und Frühstück im Platzrestaurant war angesagt. Der Sternmotor war zwischenzeitlich gestartet und kehrte nach einer halben Stunde zurück. Es war ein Eigenbau Doppeldecker mit dem 7 Zylinder Verner Stern Motor. Verner 5 Zylinder sind vereinzelt auch im Kiebitz verbaut. Am Platz sind Segelflieger Motorflieger Paragleiter Fallschirmspringer und sogar Skatebord Surfer sehr aktiv.
Nach dem Tanken starteten wir in Richtung Krems. Über die herrlich abwechslungsreiche Landschaft Südböhmens fliegen wir im lockerer Formation Richtung Österreich. Nach dem passieren der Grenze westlich von Gmünd nahmen wir Kurs auf Krems über die Stadt Zwettel und überflogen das sogenannte Obst- und Mostviertel. Nach etwa 1:10 Std landeten wir in Krems wo der 5. Flieger Michael aus Fürstenfeld Östr. bereits wartete.
Der Flugplatz Krems beheimatet Segelflieger F-Schlepp, Motorsegler, Paraclub Ul Flieger und ist ein Sonderlandeplatz mit täglichen Betriebszeiten. 900m 11/29 Ausrichtung Asphalt und Graspiste. Zwischenzeitlich war auch der 6. Kiebitz Fritz aus Jessenwang eingetroffen.
Nach dem notwendigen Towerbesuch gings dann per PKW in die Stadt Krems a.d.Donau, wo uns eine Bekannte eines Österreichischen Kiebitzbauers sich als Stadtführerin anbot. Sehenswert an Krems ist die Altstadt mit dem Steintor zur Altstadt. Leider ist die Haupt-Strasse für Kabelarbeiten aufgerissen und schmälert dadurch den insgesamt positiven Eindruck etwas. Das Donauufer mit seinen Schiffsanlegestellen, dem Neubau des Kunstmuseums, der Burg Krems und vielem mehr lohnt ein Besuch der Stadt.

Am Abend starteten wir mit 6 Kiebitzen zum Segelflugplatz Ottenschlag. Nach dem verzurren unserer Flieger und der herzlichen Begrüßung durch die Flieger von Ottenschlag brachte uns ein Großraumtaxi zu unserer Unterkunft. Der Flugplatz Ottenschlag wurde durch eine großzügige Spende von Red Bull Gründer D.Mateschitz, selbst flugbegeistert, ausgebaut und dadurch erhalten.
Konstrukteur des Kiebitz und Musterbetreuer Michael Platzer konnte am Abend noch einem weiteren Kiebitz das o.k. für die Rohbauabnahme geben, so dass jetzt mit den Bespann- und Lackierarbeiten begonnen werden kann.

Am Morgen brachte uns das Taxi wieder zum Flugplatz zurück. Da für den Nachmittag wieder kräftiger Wind aus Süd-Ost und für den Norden Deutschland schon die ersten Nachmittagsgewitter angekündigt waren entschlossen wir, uns zu trennen. Die drei Flieger aus Kassel und Bremen und Fürstenfeld starteten schon frühzeitig um noch vor der Front zurück zu sein. Michael aus Fürstenfeld hatte mit kräftigem Gegenwind zu rechnen. Er musste außerdem über hohe Berge bei Wien und dem Burgenland nach Fürstenfeld.

Fritz, Burkhard und ich hatten uns als nächsten Stop Vilshofen an der Donau nördlich Passau ausgesucht. Man kann vom Flugplatz zu Fuß über die Donaubrücke direkt in die Altstadt laufen. Am Platz gibt‘s ein schönes Terassenrestaurant, Benzin, eine Hartbahn 1140m lang 12/30 Ausrichtung, sehr freundlicher Flugleiter und genügend Abstellpatz. Vilshofen ist ein sehr beliebter Flugplatz für Tagesausflügler aus der Region und Ausgansplatz für Flüge Richtung Osten. ( Zollabfertigung möglich).

Wir stellten unsere Flieger ab und machten uns zu Fuß in Richtung Vilshofen Altstadt. Beim unterqueren des Donaudammes konnte man die Markierung Hochwasserstände der letzten Jahrzehnte sehen. Unmittelbar an der Donaubrücke befindet sich der Anleger für die Donauschiffe. Ab hier sind Tages-Donaufahrten nach Regensburg oder Passau möglich Die Altstadt selbst hat das typisch bayrische Flair und ist dem Donauufer entlang gebaut. Stadtturm mit Tor und Stadtkirche gehören zu den vielen historischen Gebäuden der Stadt.
Gegen 14:00 kehrten wir zum Platz zurück, machten uns fertig und starteten in Richtung München- Jessenwang dem Heimatplatz von Fritz wo wir nach 1:30 Std landeten. In Jessenwang ist am Sonntag bei schönsten Flugwetter viel Betrieb. Beim Anflug waren außer uns drei weitere 3 Maschinen in der Platzrunde. Nach der Landung stellten wir unsere Flieger vor der Halle ab. Der Flugplatz Jessenwang wird privat betrieben und von dem Verein mit vielen passiven und aktiven Mitgliedern "Vereinigung pro Luftfahrt" unterstützt.
Flugschule für Motorflug und UL sind am Platz aktiv. Fahrräder können ausgeliehen werden um zum nächsten Bahnhof Richtung München zu radeln. Das Rad kann in dem Zug mitgenommen und München damit erkundet werden.

Nach dem letzten Wetterbriefing zeigten sich schon einige Schauerzellen bei auf der Route zurück zum Nortel. Gegen 17:00 startete ich mit Copilotin dann zum letzten Teil unserer Reise. Burkhard hatte sich entschlossen noch einen Tag in Jessenwang zu bleiben. Für Montag war Sturm und Regen vorausgesagt. Burkhard bekam zum Glück einen Hallenplatz und ein Zimmer in Flugplatznähe. Nach dem Start bemerkte ich den kräftigen Rückenwind so dass ich eine Grounspeed von ca150 km/h erreichte. Zwei harmlose Schauerzellen konnten umflogen werden. Bei der Ankunft am Nortel baute sich gerade um den Flugplatz Nortel ein Schauer mit starken Wechselwinden auf. Der Anflug auf die 07 wurde daher aufgrund starker wechselnder Windböen abgebrochen um auf dem Nachbarplatz im Tal bei Betzgenried zu landen. Nach ca 45 min beruhigte sich der Wind, so dass ich wieder starten und gefahrlos auf den Flugplatz Nortel landen konnte.

Die Gesamtflugzeit betrug vom Nortel aus 9 Std und 940 km. Das Wetter war durchweg schön, lediglich der Südostwind mit bis zu 35 km/h machte uns zu schaffen und beeinflusste unsere Durchschnittsgeschwindigkeit.
Wilfried aus Bremen konnte noch kurz vor einem herannahenden Gewitter in Nienburg bei Bremen landen. Kurz nach dem Einhallen brach‘s dann los.

 

Heinz Hartmüller

Zell am See

Unsere Husky hat einen neuen Motor bekommen und braucht nun etwas Bewegung, um wieder völlig einsatzbereit zu sein.

Wir haben uns deshalb geopfert und in kleiner Runde einen Ausflug nach Zell am See gemacht.

Der Flug führte auf direktem Wege über Ulm, Ammersee, Starnberger See, Tegernsee, Schliersee durch die Täler bei Kufstein weiter nach Zell am See. Die häufigen, tiefen Wolken konnten leicht umflogen werden, so dass der Anflug nach Zell am See trotzdem möglich war.

 

Hier sind einige Impressionen der ersten Tour aus 2016.

 

  • Zell am See

    Bilder vom Flug
  • Zell am See Turm

 

 

ein Flugbericht von Tobias in Frankreich

 

Nachdem ein Flug mit der deutschen Ultraleichtlizenz in Frankreich leider aufgrund der gültigen Bestimmungen nicht möglich war, fand ich mit dem Aeroclub de Béziers einen tollen Ansprechpartner für Flüge im Süden für Frankreich. Rodolphe Deverdun (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) war mein direkter Kontakt für den Flug über das Languedoc.

Mit dieser schönen PA-28 durften meine Frau und ich im Sommerurlaub in Béziers abheben. Nach einem kurzen Gespräch mit Rodolphe stellte sich heraus, dass auch er auf einer Zodiac gelernt hatte und danach den PPL gemacht hatte – inklusive Fluglehrerschein. Er ermutigte mich, auf dem linken Sitz Platz zu nehmen und die Pre-Flight-Checklist durchzugehen. Diese ähnelte schwer der unserer CH-601-XL, somit waren meine Vorbereitungen recht schnell erledigt.

Den Start durfte ich als „Flugschüler“ selbst durchführen, ebenso wie den Funk – was aufgrund der ständig anzutreffenden französischen Sprache recht ungewöhnlich war – aber auch das war zu schaffen. Ein PDF mit den französischen Begriffen für den Platzrundenverkehr lasse ich euch gerne zukommen.

 

Neben dem GA-Traffic waren auch zwei Airbus A-320 mit am Platz stationiert, die im Linienflug nach Düsseldorf unterwegs waren. Diese waren aber schon in der Luft, nachdem ich die Checkliste abgearbeitet hatte.

Direkt nach dem Start flogen wir nach rechts, um über den Golfe du Lion zu fliegen – mit dem Fort de Brescou, das ich als kleiner Junge schon besucht hatte.

 

Es war erhebend für mich, alles, was ich als kleiner Bub schon von unten sehen haben durfte, nun auch mal von oben zu sehen  - ein Moment, der bis heute Gänsehaut erzeugt.

 

Wir flogen der Mittelmeerküste entlang bis Perpignan, immer in maximal 1.000 ft über MSL – und die Eindrücke davon haben sich bis heute in mein Gedächtnis gebrannt.

Die Stadt Sète war mir schon als Sechsjährigem ein Begriff und blieb mir in Erinnerung – und aus der Luft bestätigte sich dieser Eindruck. Der Hügel von Sète ist auch auf diesem Bild in knapp 50 km Entfernung zu sehen.

Die Landung auf dem Flughafen Béziers war allerdings etwas holprig: Nachdem wir die Freigabe zur Landung auf der 10 bekommen hatten, setzte ich die Landeklappen entsprechend und reduzierte die Anfluggeschwindigkeit entsprechend des Flughandbuchs. Während wir auf die Landebahn anflogen gab es einen Schlag am Flugzeug: Das Fahrwerk war wohl beschädigt worden. Nach Rücksprache mit dem Turm gab es Entwarnung, dass das Fahrwerk trotz Beschädigung sauber ausgefahren sei. Daher landete ich die Piper mit einem weichen Touchdown und einer süffisanten Bemerkung meines Fluglehrers, dass meine Ausbildung sehr gründlich gewesen sei, auf dem Flughafen Béziers. Bei der nachträglichen Inspektion wurde klar, dass der Schlag durch einen Vogel am rechten Fahrwerkskbein verursacht wurde – dieser hatte dabei leider sein Leben gelassen und wurde auf der Landebahn vorgefunden.

Die Fliegerkollegen in Frankreich sind zu jeder Zeit hilfsbereit und zuvorkommend. Es ist allerdings angebracht, die Landessprache – jedenfalls zu einem gewissen Teil – zu sprechen und zu verstehen.

Das Fliegen in Frankreich unterliegt anderen Regularien wie in Deutschland – ist aber nicht schwieriger als bei uns.

 

Alles in Allem kann ich den Flug im Languedoc und vor allem in Frankreich nur empfehlen, die Natur und die Eindrücke sind unbeschreiblich. Wie überall in Frankreich sind allerdings die Lufträume limitierend – was das angeht, meldet euch einfach unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, gerne auch bei weitergehenden Fragen.

 

 

 

Eigentlich war meine Flugplanung vom letzten Wochenende, einen Drei-Fluß-Täler-Flug zu machen, nämlich das Neckar-Rhein-und Mosel-Tal entlang zu fliegen, denn allein zwischen Mainz und Koblenz gibt es über 40 Burgen zu sehen und im Mosel-Tal liegt die schöne Burg-Eltz, man kennt sie noch gut vom früheren 500 DM-Schein her.

 

Die Burg Eltz ist seit etwa dem Jahre 1200 in Familienbesitz, aktueller Burgherr ist der in 1948 geborene Karl Graf von Eltz

Aber, dann kam am Dienstag der Anruf von Klaus, ob ich bei dem schönen Hochdruck-Wetter nicht mit an den Gardasee fliegen möchte. In ganz Italien ist schönes Frühlingswetter und eine Alpenüberquerung sei wetterbedingt problemlos möglich. Nun ja, der Gardasee ist sowieso noch auf meiner vierstelligen 2015er Flug-Ziele-Liste drauf. Schnell noch ein paar Telefonate und dann stand fest, wir fliegen mit zwei DYNAMIC´s in Richtung Gardasee. Harald mit seiner DYNAMIC vom Übersberg hatte leider mal wieder keine Zeit. Klaus kam dann also mit seiner Wt9 und Anton als Co. kurz in Donzdorf vorbei, Volker und ich waren mit unserer Wt9 schon startbereit. Unser Südkurs mit anfänglich 155 Grad führte uns direkt über die CTR Memmingen (mit dortiger Kontaktaufnahme) in Richtung Reutte und das Ötz-Tal entlang über das Timmels-Joch

 

Klaus flog voraus, denn er kannte diese Route schon, die uns nach zwei Stunden nach VERONA führen sollte. Nach etwa 1 ¼ Stunden erreichten wir das Passer-Tal und waren über Meran. Von dort aus sieht man die Autobahn in Richtung Bozen und Trento, und eigentlich auch die restlichen 25 km bis zum Gardasee.

 

Aber, wider Erwarten sahen wir diese letzte Etappe leider nicht. Eine großflächige dichte Nebel-Wolke hielt sich nicht nur in den Tälern festgekrallt, sondern die allgemeine Sicht wurde zusehens dunstiger. Was nun ? Vorsichtshalber hatten wir bereits bei der Flugplanung vorgesehen, daß wir in diesem Fall ganz einfach mit Kurs nach Osten, die Dolomiten entlang fliegen würden. Gesagt, getan. Auf unserer Bord/Bord-Frequenz waren wir uns sofort einig, die Route dahingehend zu ändern und nach den Dolomiten bis St.Johann/Tirol fliegen LOIJ werden. So flogen wir, linker Hand die Wilde Kreuzspitze und den Hochgall, rechter Hand den Langkofel, Monte Cristallo und die drei Zinnen, das Grödnertal entlang bis Lienz.

Von Lienz aus ginge wir dann auf Nordkurs das Tauerntal entlang, rechts neben uns der Großglockner und links der Großvenediger. Eine grandiose Schau. Jetzt noch kurz bei Mittersill über den Pass Thurn und direkt über Kitzbühl. Rechts war auch schon das Kitzbühler Horn mit der berühmten Ski-Abfahrt „die Streif“ und schon lag um die Ecke der Flugplatz St.Johann LOIJ vor uns.

 

Die Nord-Ost-Platzrunde führt uns tief und dicht am Hang entlang. Die freundliche Tiroler Begrüßung tröstete uns nur gering über die 15.-€ Landegebühr hinweg. Nach dem Abstellen der Flugzeuge gingen wir zu Fuß ins nahe Dorf zum Mittagessen. LOIJ hat sowieso zwischen 11:30 und 14:00 Uhr „Flugpause“. Die ansässige Fliegerwirtschaft hatte leider gerade vor zwei Tagen ihren Urlaub begonnen

 

Nach dem Mittagessen noch eine kurze Weiterflug-Routen-Besprechung und so flogen wir am Wilden Kaiser entlang (bekannt durch die Fernseh-Serie „der Bergdoktor“) über Elmau und Kufstein in Richtung Zugspitze.

Einige Kilometer vor der Zugspitze wurde die Flugsicht deutlich dunstiger und so entschlossen wir uns westlich vom Tegernsee, in Richtung Starnberger See auf Heimatkurs zu gehen. Nach einer Gesamtflugzeit von ca. vier Stunden war dieser schöne Alpen-Rundflug dann auch schon zu Ende.

Und wie geht es weiter ?

  • Der Drei-Fluß-Täler Flug Neckar-Rhein-Mosel
  • Der Gardasee
  • Die Loire-Schlösser in Frankreich mit Quiberon/Atlantik und Bordeaux
  • Der Ostsee-Nordseeflug mit Insel Rügen und Helgoland

 

all dies wartet in 2015 noch auf uns.

(c)März 2015 by Werner Hahn

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