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FG Göppingen (1960-2001)

1960 - Zum zweitenmal organisiert die Fliegergruppe einen Flugtag, der dann aber beinahe ins Wasser fällt. In diesem Jahr entwickelt sich auch eine gute Freundschaft mit den Fliegerkameraden der Innsbrucker Segelfliegervereinigung. Immer öfters werden in Innsbruck im Föhn Höhenflüge gemacht.

1961 - Im Frühjahr können gleich einige beachtliche Thermikflüge über dem Inntal in Innsbruck durchgeführt werden.Freudig nehmen wir das Angebot der Innsbrucker Segelfliegervereinigung an, unseren Habicht in ihrer Halle in aufmontiertem Zustand abzustellen. Damit entfällt der aufwendige und kostspielige Straßentransport dieses Flugzeugs und es können bei entsprechender Wetterlage jederzeit Föhnflüge durchgeführt werden.

1962 - Dieses Frühjahr beginnt mit spektakulären Höhenflügen in Innsbruck, die bis in 7000 Meter Höhe führen. An zwei Tagen werden von sechs Fliegerkameraden aus Geislingen und Göppingen insgesamt 55000 Höhenmeter erflogen. Auch sonst ist dieses Jahr eines der fliegerisch eindrucksvollsten in der Geschichte der Fliegergruppe. In der Werkstatt wird in unermüdlicher Arbeit von einigen wenigen Kameraden eine selbstfahrende Startwinde konstruiert und gebaut. Der L-Spatz wird an ein Clubmitglied verkauft (Keune oder Scheller?) und dafür eine gebrauchte Ka-8 angeschafft. Die gute alte Weihe ging in den Privatbesitz von Willi Rostan über.

1963 - Es beginnt sehr schmerzlich für die Fliegergruppe Göppingen. Am 12.Januar stürzt die Flugzeughalle auf dem Flugplatz in Innsbruck infolge einer gewaltigen Schneelast zusammen und begräbt unseren Habicht (D-8002) unter sich. Außer dem leicht beschädigten Sauerstoffgerät und einigen beschädigten Instrumenten ist das Flugzeug restlos zerstört. Ende der 80er-Jahre erhält der OSC (Oldtimer Segelflug Club Wasserkuppe Rhön e.V.) von uns den beschädigten Haubenrahmen und "repariert" den Habicht. Er steht jetzt da wie neu. Am 27.April wird die selbstgebaute Startwinde auf dem Hornberg zum erstenmal in Betrieb genommen. Sie hat einen 240-PS-Buick Motor. Am Ende der Flugsaison, am 15.September, beginnt nach langjährigen Bemühungen das offizielle Fliegen auf dem Nortel. Wir haben nun endlich ein eigenes Fluggelände. Ende November wird von der Firma Schleicher unsere neue Ka-8b ausgeliefert. Bei der Siegerehrung des Hornbergpreises wird das Flugzeug am 7.Dezember von Bürgermeister Maier aus Eislingen auf den Namen "Stadt Eislingen" getauft.

1964 - Die Startzahl kann beträchtlich gesteigert werden, da die Gruppe nun ganz auf das neue Fluggelände Nortel übersiedelt ist. Die Leistungsflieger mit ihren privaten Segelflugzeugen bleiben der günstigeren Startmöglichkeiten wegen auf dem Hornberg. Es zeigt sich jedoch, dass der zeitraubende Transport der Flugzeuge ins neue Fluggelände den Betrieb stark beeinträchtigt. Das Angebot von Willy Horn in Göppingen, eine Wellblechhalle auf Abbruch zu bekommen, wird daher dankbar angenommen. Unser Architekt Erich Dauner beginnt wieder zu verhandeln und erreicht nach vielerlei Wenn und Aber eine Baugenehmigung. Am 1.Juni beginnen die Abbrucharbeiten in Göppingen an der Jahnstraße und schon drei Wochen später, am 20.Juni, kann das Richtfest an der aufgebauten Halle im "Nortel-Steinbruch" gefeiert werden. Im Laufe der folgenden Wochen wird die Halle fertiggestellt, so dass jetzt eine Unterstellmöglichkeit für mindestens sechs aufgebaute und noch weitere abgerüstete Flugzeuge besteht. Innerhalb weniger Wochen haben insgesamt 46 aktive Mitglieder in einem wirklich imponierenden Arbeitseinsatz annähernd 1500 Arbeitsstunden geleistet.

1965 - Es ist ein Jahr, das nicht sehr vielversprechend beginnt. Bereits am 4.April, dem ersten Flugsonntag, verursacht Karl Geiger mit der Rhönlerche D-8143 eine Bruchlandung, bei der das Flugzeug stark beschädigt wird, so dass das am meisten benötigte Flugzeug für die nächste Zeit nicht zur Verfügung steht. Am 16.April verkaufen wir die alte Ka-8 (D-8331), den "Bauernadler" an den Flugsportverein Bruchsal. Am 8.Mai wird dann die schon lange bestellte Ka-6 CR bei der Firma Schleicher in Poppenhausen abgeholt. Damit besitzt nun die Gruppe ein modernes Hochleistungssegelflugzeug. Am 12.Mai erfolgt der Einflug und am Samstag den 22.Mai wird das Flugzeug anlässlich eines gut gelungenen Fliegerabends in der Turnhalle in Gruibingen auf den Namen "Nortel-Hexe" getauft. Am 27.Mai erwerben wir von der Fliegergruppe Giengen/Brenz eine gebrauchte Rhönlerche II, damit der ordentliche Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann. In der Zeit vom 27.Juli bis 4.September wird von 27 Kameraden in insgesamt 522 Stunden ein Anbau an die Halle erstellt, der zur Unterstellung der Startwinde und der Transportwagen dient. Damit ist nun eine Anlage entstanden, die einen rationellen und auch bequemen Flugbetrieb ermöglicht. Am Jahresende findet in der Stadthalle in Göppingen die Abschlussveranstaltung des Hornberg-Wettbewerbsstatt, bei der die Fliegergruppe Göppingen wieder den Löwenanteil an Preisen einheimst.

1966 - In diesem Jahr wird der Ausbau des Fluggeländes vorangetrieben. Schon im Februar beginnt die Aufstellung eines kleinen Gerätehäuschens (der jetzigen "Hütte"), das bei schlechter Witterung auch als Unterschlupf dienen kann. Grundlage ist das zwei Jahre zuvor in der Jahnstaße abgebrochene Bürohäuschen der Firma Willy Horn. Das Fachwerk wird wieder aufgerichtet, mit Styropor ausgefüllt und verschalt. Viele nette und lustige Fliegerabende haben in der Zwischenzeit schon darin stattgefunden. 34 Mitglieder unserer Gruppe leisten für dieses Bauvorhaben insgesamt 1277 Arbeitsstunden. In bewährter Weise übernimmt es wieder Emil Bucher als "Einkäufer" und Einsatzleiter von Material und Mannschaft zu fungieren.

1967 - Zu Beginn der Flugsaison kaufen wir von der Segelflugschule Hornberg einen gut erhaltenen B-Spatz, um ein weiteres Übungsflugzeug bis zur Silber-C zur Verfügung zu haben. Ansonsten wird es wieder ein hartes Arbeitsjahr. Schon seit langem ist bekannt, dass wir unsere seitherige Werkstatt in der Turnhalle der Wilhelmshilfe an der Hohenstaufenstraße wieder einmal räumen müssen. Schon während des Winters 66/67 beginnen wir, alles Brauchbare aus den ehemaligen Wohnungen auszubauen, um schon einen Grundstock an Baumaterial zur Verfügung zu haben. Mit Unterstützung der Stadt Göppingen kann der Baugrund für die neue Werkstatt im Roßbachtal in Erbpacht erworben werden. Ein enormer Arbeitseinsatz aller aktiven und teilweise passiven Mitglieder ermöglicht in mehr als 5000 Arbeitsstunden den Neubau. Die großzügige Unterstützung von Bauhandwerkern und Industriefirmen (u.a. Bucher, Scheller) ermöglichen es, dass der Werkstattneubau auch finanziell durchgehalten wird. Zu Beginn des Winters ist alles soweit unter Dach und Fach, dass darin gearbeitet werden kann. Nebenher verlegen noch einige Kameraden auf dem Fluggelände ein von Klaus Heyn gestiftetes Telefonkabel fest in den Boden. Damit hat das zeitraubende sonntägliche "Telefonauslegen" ein Ende gefunden. Zum Abschluss richtet die Fliegergruppe Göppingen wieder den Fliegerball für die Siegerehrung des Hornbergpreises aus. Mit Unterstützung eines Musikkorps der Bundesluftwaffe wird es eine gelungene Veranstaltung, bei der die Göppinger Piloten wieder den größten Anteil an den errungenen Preisen haben.Am Ende dieses Jahres müssen wir von unserem Kameraden und Ehrenmitglied Wilhelm Schott Abschied nehmen. Er war als Werkstattleiter und Fluglehrer besonders für den Nachwuchs ein Vorbild. Zu seinen Ehren wird der "Wilhelm-Schott-Gedächtnispreis" gestiftet.

1968 -
Nachdem in den vergangenen vier Jahren insgesamt über 8000 Arbeitsstunden an dringend erforderlichen Bauten geleistet wurden, ist es verständlich, dass dieses Jahr mehr oder weniger ein Jahr des Ausruhens wird. Der Innenausbau des Werkstatt- und Clubgebäudes im Roßbachtal wird Stück um Stück weitergeführt. Leider wird im September bei einer Außenlandung im Rahmen eines Fluglagers in Unterwössen unsere Ka-8 D-8471 von Helmut Tetzlaff beträchtlich beschädigt, so dass uns auch in diesem Winter die Arbeit am Fluggerät nicht ausgeht.

1969 - Wir feiern unser 40-jähriges Jubiläum. In einem festlichen Rahmen, mit Künstlereinlagen und einer großen Tombola wird das stolze Ereignis mit einer Jubiläumsveranstaltung in der Stadthalle Göppingen begangen. Im Foyer wird für zwei Tage eine historische Flugzeugausstellung aufgebaut. Der beendete Innenausbau des Werkstatt- und Clubgebäudes wird zum Anlass einer gemütlichen Einweihungsfeier genommen. Unser Clubhaus wird sofort für einen ersten Funksprechlehrgang genutzt. Leider ist das Jubiläumsjahr nicht ungetrübt. Im September wird die Ka-6 von Erhard Baudisch am Hang unseres Fluggeländes zerlegt. Durch großes Glück bleibt er dabei fast unverletzt. Im Dezember bricht unsere Flugzeughalle durch starken Schneedruck zusammen und begräbt dabei unseren Flugzeugpark. Der bleibt dabei wie durch ein Wunder relativ heil. Der Schaden an Gebäude, Flugzeugen und Gerät war erheblich. Wir stehen vor einem kleinen Neubeginn.

1970 - Aufgrund des Hallenzusammenbruchs wird ein neuer Standort für eine Halle gesucht, nachdem ein Wiederaufbau an alter Stelle nicht möglich ist. Gleichzeitig wird überlegt, ob die Suche nach einem neuen Fluggelände nicht vorteilhafter ist. Nachdem mit den Grundstücksbesitzern in Gruibingen erfreulicherweisebald eine Einigung über die Verbesserung unseres Flugplatzes durch teilweise Verlegung erzielt werden kann, entscheiden wir uns dafür, ohne zu wissen, welchen Standort unsere Flugzeughalle bekommen könnte. Im Herbst wird begonnen zu planieren, Hecken und Steinriegel zu beseitigen, einzusähen, Wege zu befestigen..., um einen zusammenhängenden Flugplatz zu erhalten. Trotz finanzieller Schwierigkeiten wird der Kauf eines Grundstücks am westlichen Startplatz getätigt, das als Abstellplatz für unsere Flugzeuge geeignet ist. Diese Entscheidung erweist sich später als sehr vorteilhaft, da unvermuteter Weise eine Überbauung möglich ist. Nachdem Erich Dauner aus beruflichen Gründen das langjährig ausgeübte Amt des 1.Vorsitzenden niederlegen muss, wird Emil Bucher als Nachfolger gewählt.In diesem Jahr verstirbt Heinz Kensche, eine durch Flugzeugbau und Flugleistungen in Fliegerkreisen hoch angesehene Persönlichkeit.Mit den Mitgliedern des Schützenvereins, die uns beim Werkstattneubau viel geholfen haben, feiern wir ein schönes Sommerfest. Im Herbst findet die Hornbergpreisverteilung wieder in der Stadthalle Göppingen mit einem großen Ball statt.
1971 - Die vielen Arbeiten im Zusammenhang mit der Verlegung des Flugplatzes werden beendet. Um eine gute Platzübersicht zu bekommen, wird mittels einer Stahlkonstruktion ein Tower erstellt. Gleichzeitig wird ein Telefonkabel zwischen den Startpunkten und dem Turm im steinigen Albboden verlegt. Es wird mit dem Bau einer neuen Flugzeughalle begonnen. Unser früherer Flugzeugabstellplatz muss durch Planierarbeiten für die Halle in Stahlkonstruktion vorbereitet werden. Zusammen mit den Arbeiten der Platzverlegung werden rund 2500 Arbeitsstunden geleistet. Die Flugzeughalle und der neue Flugplatz werden im Rahmen einer offiziellen Feier mit Gästen der Behörden und des BWLV am 17.6. eingeweiht. Der neue Flugplatz erfüllt entsprechende Voraussetzungen, so dass eine vorläufige Genehmigung auch für Motorsegler und Schleppflugzeug erteilt wird. Die Behördenvertreter können wir mit Motorseglervorführungen von den guten Platzeigenschaften überzeugen. Die alte Halle wird vollends abgerissen und in der Werkstatt eine Heizung eingebaut.Anlässlich des Göppinger Vereinsschießens können wir den 1.Preis aus den Händen von MdB Manfred Wörner, selbst begeisterter Pilot, entgegennehmen.

1972 - Von der Fliegergruppe Wolf Hirth wird der Flugzeugbruch einer Ka-8 gekauft. Die Reparaturkosten dieses Übungs- und Schulflugzeugs werden zum Großteil durch einen Spender übernommen. Die entgültige Entscheidung über die Zulassung unseres Flugplatzes wird vom Regierungspräsidium nach einer Platzabnahme gefällt, nachdem bereits die Entscheidung des Landratsamts Göppingen günstig ausfiel. Unsere verbesserten Flugplatzverhältnisse ziehen die Schwäbisch Gmünder Segelflieger an, die ein Sommerlager bei uns durchführen. Anschließend wird unser erstes Fluglager mit sehr guten Erfolgen bei der Anfängerschulung durchgeführt.

1973 - Im Januar können wir erstmals auf einer Schneedecke mit einem Motorsegler, der uns zur Mitbenützung von Kurt Heim zur Verfügung gestellt wird, einige Flüge durchführen. Unser zweites Fluglager auf unserem Flugplatz wird mit großem Erfolg durchgeführt. Über eine Zusatzgenehmigung des Regierungspräsidiums wird erreicht, dass der Betrieb einer Jodel Bebe und der wechselseitige Betrieb von drei Schleppflugzeugen gestattet wird. Die Hornbergpreisverteilung wird auch dieses Jahr wieder in der Stadthalle vorgenommen. Ganz unerwartet stirbt Joachim Scheller, ein verdienstvolles Mitglied der Gruppe.

1974 - Zur Auffrischung unserer Finanzen wird eine Papiersammelaktion in Göppingen durchgeführt. Die WC-Anlage als Anbau unserer Hütte wird fertiggestellt. Dadurch werden wir auch in die Lage versetzt, ein erstes BWLVJugendlager mit gutem Erfolg auszurichten. Der gekaufte Ka-8 Bruch ist einsatzfähig. Unsere Nachwuchspiloten nehmen am Hornberg-Segelflug-Wettbewerb teil und sammeln dabei wertvolle Erfahrungen. Im Herbst wird erstmals auf unserem Flugplatz ein zweitägiges Bergfest mit Flugtag ausgerichtet. Durch den großen Einsatz unserer Mitglieder und freiwilligen Helfer wird es insgesamt ein sehr schöner Erfolg.

1975 - Zum zweitenmal führen wir ein Jugendlager des BWLV durch. Leider wird dabei unser Schulungsdoppelsitzer so stark beschädigt, dass wir uns nach Ersatz umsehen müssen. Im gleichen Jahr können wir eine gebrauchte Lerche von der Fliegergruppe Uhingen kaufen. Die verstärkte Überlandfliegerei bringt es mit sich, dass bei einer Außenlandung unsere Ka-6 beschädigt wird. Unser zweites Bergfest mit Flugtag wird auch aufgrund der Erfahrungen des vorjährigen Bergfestes ein großer Erfolg.

1976 -Im Januar richten wir in der Stadthalle Göppingen einen Fliegerball mit Hornbergpreisverteilung aus. Im östlichen Anflugbereich unseres Flugplatzes werden zur Sicherheit eine Anzahl größerer Bäume gefällt. Zur weiteren Förderung des Leistungsflugs wird eine zweite Ka-6 gebraucht gekauft. Ferner können wir von unserem Mitglied Kurt Heim den Motorsegler günstig erwerben. Während der Ausrichtung des dritten BWLVJugendlagers haben wir wieder Pech. Rolf Dannenmann beschädigt unsere Ka-8 D-8471 erheblich.Einen großartigen Erfolg können wir bei unserem dritten Bergfest erzielen. Verschiedene Oldtimer, die Vorführung einer Klemm 25 und insbesondere der Kunstflug von Wolfgang Dallach waren Höhepunkte. Willi Rempp, lange Jahre zweiter Vorsitzender und Ehrenmitglied, verstirbt in diesem Jahr.

1977 - Die Zunahme des Flugzeugparks macht eine Hallenerweiterung nötig. Die Halle wird über die ganze Länge hinweg um fünf Meter verbreitert. Viele Eigenleistungen sind notwendig, um den Anbau im finanziellen Rahmen zu halten. "Kein Jahr ohne Bruch" möchte man sagen: Am 9.Juli wird nach einem Fehlstart der Kranich D-8038 von Ingo Geiger schwer beschädigt. Durch eine träge Werkstattarbeit und "geniale Verbesserungen" fliegt der Kranich erst neun Jahre später wieder, nachdem er von einigen Mitgliedern (Paul Rothfuß, Hermann Zeller, Edwin Bayer, Günter Baier) gekauft und fertiggestellt wird. Das vierte Bergfest beginnt wettermäßig am Samstag recht gut. Der Flugtag am Sonntag fällt überraschenderweise durch starken Regen buchstäblich ins Wasser. Ein finanzieller Misserfolg steht bevor. Mit einem organisatorischen Kraftakt wird ein etwas gekürztes Flugprogramm am darauffolgenden Sonntag durchgeführt. Wir kommen finanziell noch einmal davon.

1978 - Im Hotzenwald (Südschwarzwald) wird ein Anfängerlager durchgeführt. Mit einer stolzen Anzahl von 294 Starts werden sehr gute Schulungserfolge erzielt. Für das 50jährige Vereinsjubiläum 1979 wollen wir uns selbst beschenken. Für die Verbesserung des Flugzeugparks und zur Förderung des Leistungsflugs bestellen wir unser erstes Kunststoffsegelflugzeug, einen Jeans-Astir. Zweimal wird in diesem Jahr in der Werkstatt eingebrochen. Mit bisher größtem Flugprogramm wird das fünfte Bergfest wieder ein voller Erfolg. Wir kaufen uns einen Ka-8-Bruch, der in unserer Werkstatt wieder aufgerichtet wird. Hier wird auch gerade mit dem Neubau einer Winde begonnen. Vier "alte Adler" erhalten in unserer Werkstatt Gastrecht und beginnen mit dem Bau eines Muskelkramlugzeugs, mit dem die Überquerung des Kanals von England nach Frankreich durchgeführt werden soll.

1979 - Wir verschenken unseren Lerche-Bruch als Dank für frühere Hilfe an den Hornberg. H.W.Grosse besucht uns am 16.März und hält einen Vortrag über das Segelfliegen in Australien. Unser erstes Kunststoffflugzeug, der Jeans-Astir D-3831, wird am 24.März an uns ausgeliefert. Der Kauf ist nur möglich, nachdem wir jahrelang eisern Geld zurücklegten. Der Astir wird am 8.9. (Bergfest) vom Gruibinger Bürgermeister Kuhn auf "Gruibingen" getauft. Für den Leistungs- und Übungsflug ergeben sich in Zukunft erhebliche Vorteile, nachdem Fritz Heinle und Edwin Knauss ihr Motorflugzeug "Mousquetaire" als Schleppmaschine auf dem Nortel stationieren. Erhebliche finanzielle Belastungen treffen uns in diesem Jahr, da wir unsere Flugzeuge mit Funkgeräten ausstatten müssen. Ferner muss eine neue, sichere Tankanlage auf unserem Flugplatz gebaut werden und unser Motorsegler hat eine Grundüberholung nötig.

1980 - Nachdem das letzte Jahr finanziell sehr erfolgreich war, können wir uns am 25.Oktober einen zweiten Astir (D-7642) kaufen. Für unsere Lerche, die nun für einige Zeit in der Werkstatt steht, kaufen wir eine Ersatzlerche. Auf dem Nortel bauen wir unsere Tankstelle. Die Richtlinien werden neu erstellt.

1981 - Unsere Ka-6 D-9313 und eine der Rhönlerchen werden zum Verkauf angeboten.

1982 - Am 26. Februar findet in der Stadthalle ein Vortrag mit dem Weltrekordflieger Dieter Schmitt statt. Es wird allerdings wegen zu geringer Beteiligung ein finanzieller Fehlschlag.In diesem Jahr gibt es gleich drei Fluglager auf dem Nortel; an Pfingsten mit den Hohenemsern, im Juli mit den Laupheimern und den Ochsenhausenern. Bei unserem Bergfest geschieht ein schrecklicher Unfall. Johannes Schindler streift beim Start zu einem Passagierflug mit seiner Bölkow 207 die Bäume und stürzt ab. Er selbst und ein Passagier sterben, ein Passagier wird lebensgefährlich verletzt.

1983 - Im Februar kaufen wir unseren ersten Kunststoffdoppelsitzer, einen Twin-II-Acro mit dem Kennzeichen D-1311. Den Hänger dafür bauen wir in unserer Werkstatt selbst. Im April findet bei der Hauptversammlung ein Vorstandswechsel statt. Peter Wiedenmann löst Emil Bucher als Ersten Vorsitzenden ab. Der Emil-Bucher-Preis wird im April diesen Jahres von Emil Bucher auf 10 Jahre ausgesetzt. Unser alljährliches Pfingstlager findet auch dieses Jahr wieder mit unseren Gästen aus Hohenems statt.Zusätzlich gibt es noch ein Fluglager in Walldürn. Dittmar Meissnest nimmt im September an der Modellflugweltmeisterschaft in Goulbourn / Australien teil. Beim Bergfest wird am Samstag unser Twin auf den Namen "G.Moll" getauft. Beim Flugtag am Sonntag ereignet sich auch dieses Jahr ein schwerer Unfall. Eine Fallschirmspringerin verliert die Zugleine des Schirms und stürzt zu Boden, ohne den Reserveschirm gezogen zu haben.

1984 - Im Januar wird die Position des Modellflugreferenten nach dem Austritt von Dittmar Meissnest vorerst nicht mehr besetzt. Wir kaufen auf dem Nortel 1200 Quadratmeter Gelände. Dieser stückweise Geländekauf soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, um uns das Segelfluggelände langfristig zu sichern. Unser viel zu großer Holzflugzeugpark wird nun nach und nach umgestellt. Im Herbst verkaufen wir unsere Rhönlerche D-8185 an den LSC Roteneck. Am 4.Dezember verkaufen wir unseren B-Spatz D-8082 an Peter Tönsing. Da unser Flugtag an beiden Terminen wetterbedingt nicht stattfinden kann und die Hornbergpreisverleihung in der Göppinger Stadthalle nur schwach besucht wird, schließen wir dieses Jahr mit Verlust ab. unfallfrei.
1985 - Dieses Jahr verkaufen wir unseren Kranich III D-8038 an unsere Mitglieder Günter Baier, Edwin Bayer, Paul Rothfuß und Herrmann Zeller, sowie unsere Ka 6 Cr nach auswärts. Es beginnt die Diskussion um die Anschaffung eines Schleppflugzeugs, nachdem Fritz Heinle und Edwin Knauss ihre auf dem Nortel stationierte Jodel 140 B verkaufen wollen. Curt Balluff und Günter Löffelhardt organisieren ein Sommerfluglager in Gap/Südfrankreich, wo man hervorragend Streckenflüge in den Alpen machen kann. Im Herbst fährt ein großer Teil des Vereins zum Flugtag nach Ramstein. Nachdem der erste Termin des Bergfests wieder wegen schlechtem Wetter verschoben werden muss, wird der zweite Termin ein großer Erfolg.

1986 - Im Januar entstehen durch einen Sturm Schäden an der Halle, sowie an der Ka-6 D-9408 und am B-Falken D-KLAB. Im Juli sind einige Mitglieder zum Fliegen in Gap.

1987 - Dieses Jahr wird für uns finanziell sehr kritisch. Zwei Wochen, nachdem ein von Eckart Klein verursachter Bruch des Astir D-7642 gerichtet wurde, wird er in Gap von Jörn Postelt erneut in den Sand gesetzt. Diesmal ist es ein Totalschaden. Glücklicherweise wurde beidesmal der Pilot nicht verletzt. Im Herbst, gerade noch rechtzeitig zum Bergfest, kommt unser neues Motorflugzeug, eine Maule M6-235 DEEBF. Vom Land Baden-Württemberg erhalten wir einen Zuschuss , Emil Bucher und Kurt Heim spenden dem Verein Geld. Wir nehmen zum ersten Mal am Stadtfest teil. An einem Kranwagen hängt als Blickfang unsere Ka-8 D-8428. In diesem Jahr müssen wir von unserem langjährigen Mitglied Willi Rostan Abschied nehmen.

1988 - Am 20.3. verstirbt unser ehemaliger Erster Vorsitzender und Ehrenmitglied Rolf Seyfang. Bei einer kurzfristig erhaltenen Lohnarbeit verdienen wir mit Tüten falten und verpacken Geld.Im April nehmen unser Motorflugreferent Paul Rothfuß und seine Tochter Brigitte mit der Jodel D-EGRL an der Ralley de Maroc teil. Nach dem Flugunglück von Ramstein wird unser Flugtag
abgesagt. Statt dessen halten wir einen Tag der offenen Tür ab, bei dem unsere Maule vom Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Göppingen, Herrn Seifried auf den Namen "Knax" getauft wird. Wir erhalten von der Kreissparkasse ein Taufgeschenk. Unser Ehrenpräsident Emil Bucher spendet auch Geld, um einen Teil unserer Schulden durch den Maulekauf abzuzahlen.

1989 - Über Pfingsten findet auf dem Nortel wieder ein Fluglager statt, an dem sich vor allem die Jungflieger beteiligen. Sie werden teilweise morgens schon um halb sechs vom "Lagerfluglehrer" Gustav Höptner geweckt. Sie alle machen riesige Fortschritte während des Lagers. Im August findet ein weiteres Fluglager in Gap statt. Mit dabei sind der Astir, der Twin und die Maule.Ebenfalls im August bekommen wir von der Firma Marquardt eine Lohnarbeit. Wir bauen Förderbänder. Unser Flugtag und das Stadtfest fallen dieses Jahr auf den gleichen Termin, es werden aber trotzdem beide Veranstaltungen durchgezogen. Der Flugtag kann ohne Verlust abgeschlossen werden, beim Stadtfest erwirtschaften wir etwas Gewinn. Danach entsteht eine hitzige Diskussion, die zur Folge hat, dass der Flugtag vorläufig ausgesetzt wird. Am 2.Dezember feiert unser Ehrenpräsident Emil Bucher seinen 70sten Geburtstag. Bei dieser Gelegenheit begehen wir auch unser 60jähriges Vereinsjubiläum. Am 6.Dezember erhalten wir von Emil Bucher eine Spende.

1990 - Unseres Motorseglers wird bei der Grundüberholung, von einem B-Falken in einen C-Falken umgebaut. Wir haben statt 45 PS jetzt 80 PS zur Verfügung, was uns einiges an Sicherheit einbringt. Als Ehrengast dürfen wir beim diesjährigen Altfliegertreffen Frau Klara Hirth begrüßen. Am 23. Juni verdienen wir in Faurndau durch Herrichten einer Gartenanlage mit 85 Stunden Einsatz zusätzlich Geld. In diesem Jahr müssen wir von unserem Ehrenpräsidenten und großherzigen Gönner Emil Bucher Abschied nehmen.Zur Verschönerung unseres Flugplatzes bauen wir einen Grillplatz und eine Veranda vor der Hütte.

1991 - Unsere Lerche D-0214 wird grundüberholt und erhält als letztes Flugzeug des Vereins Funk und sogar ein Spornrad. Damit ist unsere Lerche jetzt einzigartig. Im April findet ein Vorstandswechsel statt. Wolfgang Höptner löst Peter Wiedenmann als Ersten Vorsitzenden ab. Wir veranstalten ein Pfingstlager auf dem Nortel mit Gästen aus Bregenz und Peißenberg. Im Sommer fahren wir mit einer Ka-8, dem Astir und dem Twin nach Usti nad Orlici in der Tschechoslovakei. Dort verleben wirdrei schöne Urlaubswochen. Im Juni schenken wir dem Gruibinger Kindergarten einen abgelaufenen Fallschirm. Am 29.Juni arbeiten wir wieder in der Faurndauer Gartenanlage. Von der Firma Marquardt erhalten wir eine längerfristige Lohnarbeit. Wir stellen Metallteile her. Am 6.Juli veranstalten wir zusammen mit der Kreissparkasse auf dem Nortel bei brütender Hitze das "Double- Bagger-Fest". Die Kreissparkasse entlohnt uns dafür mit einer Spende. Beim Stadtfest sind wir dieses Jahr mit einem großen Spezialitätenstand des Party-Service Bürgerhof vertreten.

1992 - Im April kaufen wir die LS-3, Werksnummer 1, die D-8941 mit Hänger. Fast gleichzeitig bestellen wir einen Turbo-Discus, der Ende 1993 ausgeliefert werden soll. Im Mai wird die 500-Stunden-Kontrolle der Maule von der Firma Hirth erledigt. Dabei werden viele Arbeiten durchgeführt, die wir auch selbst hätten machen können. Der Spaß kostet uns viel Geld; ein teures Lehrgeld. Bei unserem Pfingstlager sind Gäste aus Usti und Bregenz anwesend. Leider benutzen wir während dieser Zeit mehr unsere Gummistiefel, als die Flugzeuge. An einem der etwas besseren Tage zeigen wir geistig behinderten Menschen der Lebenshilfe Heiningen die Welt von oben. Im Sommer sind wir dafür bei herrlichem Wetter wieder in Usti, diesmal mit einer Ka-8, dem Astir, der LS-3 und dem Twin. Über den Sommer wird unsere Hütte neu hergerichtet. Sie wird innen neu gestrichen, die Küche wird vergrößert und der Eingang versetzt. Im Winter wird die Richtlinie neu überarbeitet.

1993-1995 fehlen.

1996 - Durchführung eines Fluglagers in Usti. Wolfgang Höptner tritt als erster Vorsitzender zurück. Nachfolger wird Helmut Tetzlaff.

1997 - Durchführung eines Fluglagers in Usti. Endgültige Fertigstellung der Winde, die von Höptners vor Jahren begonnen wurde, durch Achim Moll. Ka6-Verkauf an Binder/Plantener. Rhönlerche fällt zustandsbedingt u.a. durch Regenwasserschäden anläßlich Freilandausstellung Göppinger Fez aus. Dafür wird ein Bergfalke III angeschafft.

1998 - Durchführung eines Fluglagers in Usti. Ekkehard Hees, LTB, mietet sich bei uns in der Werkstatt im Rosbach ein. Verkauf der Ka8 und der LS3.

1999 - Durchführung eines Fluglagers in Usti. Ultragenehmigung des RP nach Gemeinderatssitzung in Gruibingen mit unserer Teilnahme für 5 Ultras erteilt

2000 - Sporttauchertreffen in Ulm. Durchführung eines Fluglagers in Usti. Lothar-Orkanholz von auswärts wird als Vorbereitung und Material für Neubau Hallenanbau mit Werkstatt auf dem Nortel geschnitten.Verkaufsverhandlungen mit dem Schützenverein Göppingen zwecks Verkauf Werkstatt werden aufgenommen. Eine Wasserschutzzonenerweiterung auf unser Fluggelände konnte verhindert werden. Aus dem Steinbruch müssen wir mit unserer Hütte jedoch mittelfristig raus. Informelle Gespräche zwischen Wolfgang Jester (FG Göppingen) und Andreas Walliser (FG Salach) zugemeinsamen Aktivitäten der Fliegergruppen.

2001- Ab Januar Fusionsaktivitäten mit FG Salach, die am 02. und 23.11. durch Außerordentliche Hauptversammlungen unter Notaraufsicht erfolgreich beendet wurden. Die FG Göppingen ist 73 Jahre nach ihrer Gründung in einen neuen Verein übergegangen.Davor meist gemeinsame Sitzungen mit dem Ausschuss von FG Salach. Am 23.05.01 Außerordentliche Hauptversammlung (Neuwahl Kassier Erhard Baudisch und Wiederwahl 2. Vorsitzender W. Jester) und weitergehenden einstimmigen Beschluß über Fusion mit FG Salach. Windenverkauf in die Schweiz, da die Winde des FG Salach stärker ist. Das Baugesuch zum Vorhaben Anbau Halle wird zurückgezogen, da neue Überlegungen durch den größeren Verein nötig sind. Die Gemeinde Gruibingen ist stark verunsichert über die Fusionsaktivitäten und befürchtet eine deutliche Ausweitung des Flugverkehrs. Anläßlich einer Gemeinderatssitzung können Helmut Tetzlaff und Rudolf Bender den Bedenken die Grundlagen entziehen. Gemeinsamer Flug- und Schulungsbetrieb mit FG Salach. Der Bergfalke III wird verkauft (Moll, Zeller), Beginn von Grundstückskäufen auf dem Nortel, da die FG Salach das aus Sicherung des Flugplatzes mit als Voraussetzung für eine Fusion gehalten werden.