Bestes Segelflugwetter war für den 4. Mai angekündigt und Eberhard Kollmar vom AeroClub Göppingen-Salach sah die Chance für einen herausragenden Langstreckenflug. Der  kurzfristig angefragte Urlaub wurde genehmigt und so war Kollmar um 9:00 startklar. Angemeldet war ein 820 km Dreiecksflug, was gegenüber einem erst im Flug gewählten Kurs zusätzliche Wertungspunkte gibt, da der Kurs nicht entsprechend dem besseren Flugwetter gewählt werden kann. Tief liegende Wolken über dem Flugplatz Gruibingen-Nortel erlaubten den Start mit dem selbststartenden Hochleistungsflugzeug ASH 31 aber erst um 10:30. Fünf Minuten später würde der Motor in ca. 1000 Metern über dem Flugplatz abgeschaltet und dann ging es aber gleich überraschend gut vorwärts, so dass er nach 1 Std. bereits an der ersten Wende in St. Georgen im Schwarzwald war. Der zweite Schenkel führte zur Wasserkuppe in der Rhön, die Eberhard Kollmar trotz leichten Gegenwindes um 12:30 erreichte. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von über 100 km/h ließ ihn darauf hoffen, den angemeldeten Flug von 820 km vollenden zu können. Es wurde sogar noch besser: Vorbei an Nürnberg und Grafenwöhr wurde die nächste Wende Nittenau (Oberpfalz) mit 125 km/h im Schnitt bereits um 16:15 erreicht. Jetzt nur noch ohne ‘Absaufer’ nach Hause kommen! Das Wetter Richtung Heimat sah immer noch sehr gut aus, somit konnte der geplante Dreiecksflug bereits um 18:00 über dem Abflugpunkt Berneck geschlossen werden. So früh schon zu Hause und immer noch gute Wetterbedingungen? Im Hinterkopf taucht auf einmal die Zahl 1000 auf. So flog er noch nach Neuhausen ob Eck, zum Nortel zurück und hatte tatsächlich die für jeden Segelflieger magischen tausend Kilometer im reinen Segelflug geschafft. Was für ein Tag, was für unbeschreibliche Eindrücke - so ein Flug lässt sich mit Worten absolut nicht beschreiben.