Erfolgreiches Kiebitz Doppeldeckertreffen
auf dem Flugplatz Nortel bei Gruibingen

Motto: 35 Jahre Platzerflugzeuge

 

 
Michael Platzer 1978 beim Start mit dem selbstgebauten Lilienthalgleiter auf der Wasserkuppe

Bei bestem Flugwetter trafen sich am 16. 6. bis 18.6. Selbstbau- Doppeldecker- Piloten aus ganz Deutschland auf dem Flugplatz Nortel des AeroClub Göppingen Salach zum traditionellen „Kiebitztreffen“. Bereits am Freitag Nachmittag landeten die ersten Besatzungen . Bis zu Sunset, dem Beginn der Dämmerung, waren es 14 Flieger, die ihre Flugzeuge abstellten und wegen des zu erwarteten heftigen Windes, festmachten. Zelte wurden aufgestellt und ebenfalls gesichert.
Am Samstag Morgen wurde in der Gaststätte des AC Göppingen Salach gemeinsam gefrühstückt. Die Verpflegung der Gastpiloten übernahmen einige Mitglieder des AeroClubs.

Im Laufe des Tages trafen immer mehr“ Kiebitze „ ein bis schließlich am Abend 31 Flugzeuge des gleichen Types am Platz waren.
Besonders erfreulich war dass Michael Platzer Konstrukteur und Musterbetreuer mit Partnerin ebenfalls unter den angeflogenen Gästen zu begrüssen war,

Das Ultraleicht Flugzeug Kiebitz ist ein Entwurf von Konstrukteur Michael Platzer aus Kassel. Bereits im Jahre 1982 stellte er den Erstentwurf des Vorgängers vom Kiebitz die „Motte“, ein Parasol Hochdecker, vor. Beide Flugzeuge wurden als Selbstbau Flugzeug entwickelt. Jedes Flugzeug ist ein Selbstbau Unikat und wird vom Konstrukteur M. Platzer persönlich geprüft, abgenommen und eingeflogen. Etwa 180 sind flugfähig fertiggestellt und jedes Jahr kommen ein paar hinzu.

So unterschiedlich wie die Piloten sind, sind auch deren Flugzeuge gestaltet. Vom historischen  WWI Design bis zum bunten Spassflieger, war alles vertreten. Hier zeigte sich die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten in Form und Farbe.

Am Samstag gegen 15:00 starteten 12 Kiebitze zur gemeinsamen Burgentour. Vom Nortel ging‘s zunächst zum Breitenstein bei Bissingen dann zur Burg Teck. Von dort weiter zur Burg Neuffen, wo die Zelte für die stattfindenden historischen Ritterspiele aufgebaut waren. 12 Doppeldecker in Formation ist ein nicht alltägliches Bild, so dass die Besucher von der Teck und Burg Neuffen die Flieger winkend begrüssten. Von Neuffen führte die Route über den Flugplatz Rossfeld,  das Pumpspeicherwerk Klems, über den Flugplatz Übersberg, zum Schloss Lichtenstein. Dann über den ehemaligen Truppenübungsplatz zur Burg Reussenstein und im Formationsflug über den Flugplatz Nortel zurück zur Landung bei kräftigem Wind aus Nord West.

Aufgrund des anhaltenden Windes wurden die Flieger nun wieder fest verzurrt, die Zelte nochmals gesichert. Gegen 17:00 versammelten sich alle Piloten im Vereinsheim, wo der Vorstand des AeroClubs alle Teilnehmer recht herzlich begrüsste und ein schönes und erfolgreiches Treffen wünschte.

Ein Highlight war der Vortrag von Michael Platzer über die Entstehungsgeschichte der Motte und des Kiebitz. Vor allem die Schwierigkeiten mit den damals noch sehr schwerfälligen reagierenden  Behörden. Eine Regelung zum Bau und Betrieb von der neu zu definierenden UL Klasse gab‘s noch nicht. Hier war Michael mit massgebend beteiligt und schilderte auf seine spezielle Art wie die, teils überzogenen Anforderungen, und deren letztlich erzielten Regelungen erreicht wurden.

Nach dem gemeinsamen Abendessen, das die Frauen des AeroClubs organisiert haben, wurden die beiden Pokalwettbewerbe der eine für den originellsten Kiebitz und der andere für die weiteste Anreise mit dem Kiebitz vergeben.

Die Preise für den originellsten Kiebitz war :

  1. Thomas Wegener Lemgo D-MUTV.
  2. Erwin Bierwald Bremgarten D-MRYI
  3. Uwe Karstedt Erkelenz D-MWWO

Die Preise für die weiteste Anreise erhielten :

  1. Falco Wünschowski Neustadt Kleve DMOZT
  2. Gerd Hornbostel D-MVIC Nienburg und Wilfried Mehlhop Lange D-MLBW ebenfalls aus Nienburg
  3. Christian Schmücker D-MCSK Stadtlohn.

Wilfried Mehlhop Lange bedankte sich im Namen alle Kiebitzpiloten bei den Organisatoren dem Wirt und vor allem bei dem Küchenpersonal für die hervorragende Versorgung.

Nach dem Essen zeigten die Modellflieger des Vereins und deren Freunde spannende Modellvorführungen. Ob mit Elektro oder Verbrenner Kay Köhler zog mit seinen Hubis die Zuschauer auf der Terasse in seinen Bann. Markus Prager führte  seine Cross Air mit ca  2,5 m und Tom Mayer seine superleichten Modelle, die er alle im Fahradanhänger platziert, von Göppingen auf den Nortel transportierte. Ein Dreidecker, einen Airbus A320  und seine JU 52 mit 4 m Spannweite bei einem Gewicht von nicht mal 4 kg.

Geflogen wurde bis zur einbrechenden Dämmerung, dann musste  die Show leider abgebrochen werden.

Der Abend war damit noch lange nicht beendet. Viele Gespräche und Anregungen wurden diskutiert. Gemeinsame Touren wurden verabredet.

Sonntag Morgen gab‘s wieder  gemeinsames Frühstück .

Nach dem tanken machten sich, bei bestem Flugwetter, auch schon wiede die ersten auf die Rückreise, Der AeroClub bedankt sich bei allen Piloten, Copiloten, Gästen und Freunde des Luftsports für den Besuch und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen.

 

Programmablauf

Samstag17.6.2017

9:00 Frühstück im Fliegergasthaus

12:00 Mittagslunch Wurst / Steaks

15:00 Burgenflug ( ca 50 min )Anmeldung im Gasthaus

15:00 Kaffe/ Kuchen

17:00 Willkommen durch Vorstand

17:30 Vortrag Michael Platzer 35 Jahre Platzerflugzeuge

18:00 Abendessen im Fliegergasthaus

19:00 Modellflug der Mitglieder und Freunde

20:00 Siegerehrung: weitester Anflug u. originellster Kiebitz

Sonntag 18.6.2017

8:30 Frühstück im Fliegergasthaus

11:30 Mittagslunch Wurst /Steak

Heimflug nach Lust und Laune

 

 Die bevorstehende Winterpause wurde uns mit einigen Flügen in einem tollen Flugzeug versüßt.

Mit dem ARCUS T der Firma Schempp Hirth konnten wir einige Runden fliegen.

Vielen Dank   an die Firma Schempp Hirth für die Bereitstellung des Flugzeuges!

 

Vor ziemlich genau einem Jahr hat Till Staudenmayer beim AeroClub Göppingen Salach seine Ausbildung zum Segelflugpiloten mit nur 14 Jahren begonnen. Nach einem Jahr, was 75 Starts und ca. 12:30 Flugstunden entspricht, war es nun soweit und alle drei verantwortlichen Fluglehrer haben ihr „ok“ zum ersten Alleinflug gegeben. Für jeden angehenden Piloten ist dies ein Moment den man nicht vergisst. Der zweite Sitz bleibt leer, die Kabinenhaube wird geschlossen und man wartet gespannt auf den ersten Start ohne Fluglehrer. Wenn das Flugzeug aber erst mal abgehoben hat, ist die Euphorie groß endlich alleine in der Luft zu sein. Nach den obligatorischen 3 Starts alleine, freuten sich schon die anderen Mitglieder auf die unter Segelfliegern übliche Taufe nach dem Alleinflug. Damit in Zukunft das Thermikgefühl im Hintern richtig ausgeprägt ist, gab es von allen anwesenden Piloten der Reihe nach einen ordentlichen Schlag auf den Hintern. Und damit das richtige Gefühl für den Steuerknüppel nicht verloren geht, überreicht der Fluglehrer traditionell einen Strauß frischer Disteln und Brennnesseln, die es mit kräftigem Griff zu übernehmen gilt. So vorbereitet, geht Till Staudenmayer vom AeroClub Göppingen Salach nun den nächsten Ausbildungsschritt zum Pilotenschein an.

 

Am Mittwoch dem 14.9.2016 ist unser

Fliegerkamerad Klaus Bauer

aufgrund eines tragischen Flugunfalls ums Leben gekommen.

 

Klaus ist erst kürzlich wieder als aktives Mitglied in den Verein zurückgekehrt.

Er hat sich im Verein von Anfang an stark engagiert und man hat gespürt, dass er sich sehr wohl gefühlt hat.

Sein tragischer Tod macht uns alle sehr betroffen.

 

Wir verlieren mit ihm einen lieben Fliegerkameraden, und einen wirklichen Freund.

Wir trauern mit seinen Angehörigen.

 

Die Mitglieder des

AeroClub Göppingen-Salach e.V.



 
 
Mit Alexander Fezer hat der AeroClub Göppingen-Salach seit Anfang Juni einen weiteren Fluglehrer, der sich um den fliegenden Nachwuchs kümmert. Mit nur 25 Jahren ist Alexander der jüngste Fluglehrer beim AeroClub. Genauso wie sein Vater Martin Fezer ist Alexander vom „Flieger-Virus“ befallen und begann seine fliegerische Karriere schon mit 14 Jahren beim AeroClub.  Neben dem Segelflugschein hat er den Ultraleicht Schein und die Segelkunstflugberechtigung erworben. Alexander Fezer hatte schon immer großen Spaß daran, seine Begeisterung für den Flugsport auch anderen zu vermitteln. Daher lag es für ihn nahe, dies nun auch in der Funktion als Fluglehrer direkt den Schülern vermitteln zu können. Von großem Vorteil sieht der Verein, dass Fezer mit nur 25 Jahren einen sehr guten Draht zu den teilweise erst 14 jährigen Flugschülern hat und so der Jugendarbeit wichtige Impulse geben kann. 
 
Die ca. einjährige Ausbildung zum Fluglehrer ist sehr umfangreich und beginnt mit einem Auswahltest, intensivem lernen von Theorie und Praxis und endet mit einer Lehrprobe in Theorie, einer praktischen Flugprüfung und einer Kompetenzbeurteilung. Besonders zu erwähnen ist, dass sowohl Ausbildung als auch die Tätigkeit als Fluglehrer ehrenamtlich sind. Nur so ist es möglich beim AeroClub Göppingen-Salach die Ausbildung zum Segelflugpiloten deutlich günstiger als z.B. den Autoführerschein anbieten zu können und  so den Traum von Fliegen mit geringem finanziellen  Aufwand war werden zu lassen.
 

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